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Czeslaw Milosz - der berühmte Unbekannte (04.06.2012)

Die Veranstaltungsreihe „Czesław Miłosz – der berühmte Unbekannte“ des Dresdner Literaturbüros, des Polnischen Instituts Berlin – Filiale Leipzig und des conduco e. V. zeigte zum 100. Geburtstag des polnischen Nobelpreisträgers in einer Ausstellung mit Texten und z. T. bisher unveröffentlichten Fotos Perspektiven auf das Leben eines Weltbürgers im bewegten 20. Jahrhundert.

 

Im Vorfeld der Ausstellung werden sich Schüler des St. Benno-Gymnasiums in einer Kreativschreibwerkstatt unter der Leitung des Chamisso-Preisträgers Artur Becker mit Miłoszs Werk auseinandersetzen. Ausgewählte Ergebnisse dieser Werkstatt werden bei der Ausstellungs-Vernissage vorgestellt.

 

Zwei Lesungen haben das Programm ergänzt.

 

In der ersten Lesung las der Schauspieler Matthias Hummitzsch Gedichte von Czesław Miłosz und der Literaturwissenschaftler Dr. Hans-Christian Trepte stellte den Literaturnobelpreisträger in biografischen Notizen, Textpassagen und Interpretationen vor. Für musikalische Untermalung sorgte der MDR Rundfunkchor.

 

 

Miłoszs Werk reflektiert auch sein Leben und Schreiben im Exil, fern der Heimat. Diese Distanz zur Heimat verbindet ihn mit Artur Becker und zwei weiteren deutschsprachigen Autoren, deren Muttersprache und kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist: Saša Stanišić und José Oliver.In der zweiten Lesung diskutierten sie über die Phänomene kultureller und sprachlicher Vielfalt und über die Einordnung Czesław Miłoszs in den Kontext von Identität und kultureller Zugehörigkeit in Europa.

 

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